Ich liebe wahnsinnig die schönen, langen deutschen Komposita. Aber die Interjektion Ach! ist mein
allerliebstes deutsches Wort!
"Das Wort ist im 10. Jahrhundert nachgewiesen, es kommt ohne Änderung zur heutigen Variante", erzählt Wiki
und zitiert Goethes "Faust" (Habe nun, ach! Philosophie studiert…) und den großen Loriot (Sketch "Herren
im Bad"): "Loriot hat in seinen Sketchen diese Interjektion oft in lakonischer Weise verwendet, um die Komik der
Situation zu verstärken; sein Ausruf Ach (was)! ist inzwischen Allgemeingut".
Bei "Ach!", wie bei vielen Interjektionen, ist eine genaue Bedeutung oft von der Intonation abhängig: man
drückt mit ihr eine bestimmte Empfindung aus.
Und die Wikis Wiktionary deutet auf die Bedeutungen meines geliebten Achs:
Es ist dies einer der variabelsten Ausrufe der deutschen Sprache und drückt je nach Länge und Betonung
Unterschiedliches aus:
[1] (kurz, ansteigend) drückt Verwunderung aus;
[2] (langgezogen, stöhnend) drückt Leiden aus;
[3] (langgezogen, ansteigend) drückt Aufmerksamkeit oder Interesse aus;
[4] (kurzab, wegwerfend) Belanglosigkeit oder Desinteresse aus;
[5] (hochtonig, abgerissen) drückt Fassungslosigkeit aus;
[6] verstärkt ein darauf folgendes Wort.
… und ich, der ich in "Ach!" vernarrt bin, ich finde etwas Sensuelles in dieser typisch deutschen Interjektion,
etwas, was aus der Tiefe der Lunge kommt! Ich mag wahnsinnig gern, wie das "Ach!" in diesem lustigen,
alten, aber ach! immer so aktuellen deutschen Lied ausgesprochen wird:
http://www.youtube.com/watch?v=rSm0aedy92c
