Paolo Gabriele ein Verräter?

Moderator: Dornbusch

Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon drowning » 02.06.2012, 11:44

Jedenfalls sitzt er ein und wird verdächtigt Dokumente des Vatikan an den Journalisten Gianluigi Nuzzi weitergeleitet zu haben.

Zeitgleich mit den seit Monaten internen Untersuchungen gegen Gabriele u.a. wird der Chefbankier der Vatikanbank IOR, die, ungeheuer verschleiert 51 % der Bank of America hält, geschasst und seiner Funktionen enthoben.

Was aber hat das Grab eines Mafiabosses, welches sich innerhalb des Vatikan befindet, mit diesen Vorgängen zu tun?

Kommt die Geheimhaltungs- und Verschleierungstrategie des Vatikan durch den als Sündenbock auserkorenen Chefkardinal Bernetone, der ins Papstamt drängt, ins Rutschen?

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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon W.Kaiser » 05.06.2012, 11:27

Es ist schrecklich mitzuerleben, wie unsere heilige katholische Kirche vom Teufel wieder über den Tisch gezogen wird. Zuerst stellt er uns mit seiner Biologie und daraus dem sexuellem Verlangen bloß und nun das.

drowning hat geschrieben:Jedenfalls sitzt er ein und wird verdächtigt Dokumente des Vatikan an den Journalisten Gianluigi Nuzzi weitergeleitet zu haben.
Der Verräter, ein Held für die einen und ein Verbrecher in den Augen der anderen Seite, macht etwas öffentlich, was man verheimlichen wollte. Warum verheimlichen wir? Der Verräter missbraucht das Vertrauen seines Umfelds. Aber ab wann provoziert Letzteres einen Verrat?

drowning hat geschrieben: Zeitgleich mit den seit Monaten internen Untersuchungen gegen Gabriele u.a. wird der Chefbankier der Vatikanbank IOR, die, ungeheuer verschleiert 51 % der Bank of America hält, geschasst und seiner Funktionen enthoben
Der Tratsch kolportiert, dass der fähige Chefbankier unehrenhaft entlassen worden sein soll, weil er die unehrenhaft angehäuften Schulden von einer Milliarde Euro eines bereits verstorbenen Priesters, nicht bezahlen wollte. OT: Wer bezahlt denn unehrenhaft angehäufte Schulden von Ländern in der Eurogruppe?

Aber zur Erweiterung: Auch ein Bischof, der gegen Korruption im Vatikan vorgegangen war, wurde nach Washington strafversetzt.


Klar, das ruiniert den guten Ruf und daher sollen solche Dinge nicht an die Öffentlichkeit gelangen.



Jetzt aber, „51 % der Bank of America“, ich wäre froh, wenn es so wäre. Und die Mondlandung war auch vorgetäuscht. Andere sagen, die 51 % gehören den Jesuiten, vielleicht auch den Benediktinern, nach dem Motto „bete und arbeite“ sollte das möglich sein.
Welches Motto haben wir denn, Stolz, nach Hilfe rufen, auf Rettung warten?

drowning hat geschrieben: Was aber hat das Grab eines Mafiabosses, welches sich innerhalb des Vatikan befindet, mit diesen Vorgängen zu tun?
Ich kenne ihn nicht. Der war sicher ein guter Katholik und hat viel Geld gespendet.



drowning hat geschrieben: Kommt die Geheimhaltungs- und Verschleierungstrategie des Vatikan durch den als Sündenbock auserkorenen Chefkardinal Bernetone, der ins Papstamt drängt, ins Rutschen?
Das glaube ich nicht. Wir werden jedenfalls die Reaktion einer Institution erleben, die Meister im Umgang mit dem Wort ist. Wort, aber was erzählt uns denn die Regierung im Umgang mit der Eurogruppe alles?


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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon drowning » 05.06.2012, 15:18

Wie weit reichen die Dokumente zurück?
Nachdem Gianluigi Nuzzi in seinem Buch die Dokumente veröffentlichte(ihm wollte man ja nach der Veröffentlichung seines Buches Vatikan AG worin er die Machenschaften der Vatikanbank IOR aufddeckte nicht glauben)versuchte man die Affäre zunächst unter den Teppich zu kehren.

Danach, und darum geht es bis heute, sollten die Bankgeschäfte des Vatikan weiterhin verschleiert werden. Als der Spiegel im Heft 37/2010 die Beteiligungen des Vatikan an Rüstungskonzernen und Atomwaffenschmieden(Urenco)veröffentlichte, hatte der Vatikan alle diese Vorgänge als zu nächst frei erfunden und dann doch einräumen müssen.

Dass die 51% Beteiligung an der Bank of America den USA selbst ein Dorn im Auge war(wurde durch dauernde Umbenennungen von Konsortien verschleiert) weil die US-Bistümer sich im Rahmen der Verurteilungen in der US-Missbrauchsaffäre für zahlungsunfähig erklärten( bis jetzt wurden bereits über 2 Milliarden Dollar Schadenersatz an Kinder gezahlt die durch katholische Geistliche sexuell misssbraucht wurden)ist offenkundig.

Außerdem erklärt sich der Vatikan nicht, wieso ein Mafiaboss seine letzte Ruhestätte im Vatikanstaat fand, von dem bekannt war, dass er Konsortien auf- und umzubauen verstand. Die 100 Millionen sfr die der Mafiaboss dem Vatikan spendete, kann allein nicht Ursache für dieses stattliche Begräbnis.

Dass der Vatikan erklärte,(Bernetone und Federico Lombardi), dass es sich bei der Weitergabe von Dokumenten aus dem Vatikan um kriminelle Machenschaften handele ist erhellend. Insbesondere deshalb, weil man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass der Vatikan mit dem Ende der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts selber seine eigenen skrupelllosen kriminellen Machenschaften nicht aufgegeben hat. Das wird deutlich durch die Behandlung des Falles Pius XII. dem man Kollaboration mit dem Faschismus nachsagte was inzwischen als beweisen gilt.

Die Tatsache, dass man zwar einige Dokumente aus der Amtszeit Pius Xii. veröffentlichte(auf Druck der USA und Englands), andere aber zurückhielt und/oder schwärzte) ist mehr als merkwürdig. Dokumente, die u.a. belegen, dass Siegermächte nach dem 2. Weltkrieg dem Vatikan wichtige Funktionen für den Aufbau der italienischen Demokratie einräumte und dabei mit der Mafia eng zusammenarbeitete. Diese Dokumente müssen auf den Tisch und sie werden auf den isch kommen.

Ebenso die Tatsache, dass bereits im 18. Jahrhundert Forschungen darauf hindeuteten, dass Jesus von Bethlehem's Vater Julius, Tiberus Abdes Pantera in Gestalt eines römischen Hauptmanns endeckt worden war. Damals jedoch, wie im 19. Jahrhundert hatte die katholische Kirche die Macht, derartige Dokumente verschwinden zu lassen. Allen ähnlichen Forschungen wurden hintertrieben(mit diversen Mitteln: Geld, Gewalt, Intrige) um das verlogene Bild der katholischen Kirche aufrecht zu erhalten. Dass Ratzinger dieses System mitträgt ist kaum anzuzweifeln. Immerhin hat er das deutsche Parlament mit einer erlogenen Geschichtsauffassung düpiert.

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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon W.Kaiser » 07.06.2012, 17:16

drowning hat geschrieben: ......... er die Machenschaften der Vatikanbank IOR aufddeckte..........

hatte der Vatikan alle diese Vorgänge als zu nächst frei erfunden und dann doch einräumen müssen.

Wenn es so war, dann haben jene, die dies aufdeckten, ihr Geld verdient und der Vatikan hat adäquat reagiert. Man kann nicht von den Institutionen dieser Welt erwarten, dass sie vorauseilend all ihre Aktivitäten ankündigen, nur um zu vermeiden, dass jemand die Karte zieht: „Der hat dies oder jenes getan und hat es nicht publik gemacht.“ So funktioniert die Welt nicht und was geht das andere an. Gerade bei Geldgeschäften wird von den Beteiligten Verschwiegenheit erwartet. Ich selbst habe dies kürzlich von zwei Bankberatern verlangt und es wurde mir zugesichert.



drowning hat geschrieben: Dass die 51% Beteiligung an der Bank of America den USA selbst ein Dorn im Auge war..............

Außerdem erklärt sich der Vatikan nicht, wieso ein Mafiaboss seine letzte Ruhestätte im Vatikanstaat fand,........

dass der Vatikan mit dem Ende der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts selber seine eigenen skrupelllosen kriminellen Machenschaften nicht aufgegeben hat.

Warum sollte er sich ändern? Was die einen kriminelle Machenschaften nennen, erscheint den anderen redlich, gerecht, klug oder zur eigenen Existenz nötig. Ich selbst leide derzeit unter den Machenschaften der Euro-Gruppe. Was ich dazu erst alles erzählen könnte.




drowning hat geschrieben: .............. Dokumente, die u.a. belegen, dass Siegermächte nach dem 2. Weltkrieg dem Vatikan wichtige Funktionen für den Aufbau der italienischen Demokratie einräumte und dabei mit der Mafia eng zusammenarbeitete. Diese Dokumente müssen auf den Tisch und sie werden auf den isch kommen.

Wenn du eh schon weißt, dass es so war, warum willst du das nochmals schriftlich? Du kannst nichts mehr beeinflussen. Für die Siegermächte scheinen dies halt damals die einzigen übrig gebliebenen und funktionierenden Institutionen gewesen zu sein, denen sie vertrauten.

Nach dem Untergang des weströmischen Reiches war die christliche Kirche auch das Einzige was mit administrativen und sozialen Strukturen übrig geblieben ist und den vernichtenden Sturm der unzivilisierten Germanenhorden überlebt hat. Die Kirche prägte damals dann den Neuaufbau der Staaten und kam so in ihre Machtposition und zum Grundstein ihres Wohlstands.




drowning hat geschrieben: ........., dass Jesus von Bethlehem's Vater Julius, Tiberus Abdes Pantera in Gestalt eines römischen Hauptmanns endeckt worden war. ...........

.............. um das verlogene Bild der katholischen Kirche aufrecht zu erhalten. Dass Ratzinger dieses System mitträgt ist kaum anzuzweifeln. ...............

Aber es ist doch auch einzusehen, dass wir als Religion nicht immer unser Glaubensbekenntnis umschreiben können, wenn sich einer unserer Gegner wieder eine neue Geschichte ausgedacht hat.

Für all diese Fälle, wenn die Gegner Roms wieder ihre Messer wetzen, gilt, viel Feind, viel Ehr. Was wir alles ertragen müssen.



Um jedoch auf Paolo Gabriele zurückzukommen, bei all den angedeuteten Machenschaften scheint es schon zwingend und verständlich, dass der Vatikan um Geheimhaltung bemüht ist. Von Leichtsinn dabei zeugt es, wenn zur zentralen Stelle mit sensiblen Informationen auch eine Person Zugang hat, die nicht in deren Bearbeitung involviert ist und die Tragweite nicht erfassen kann. Solche Leute sind gefährdet, missbraucht zu werden. Es obläge der Fürsorgepflicht des Vorgesetzten, hier durch räumliche Trennung von vornherein Missbrauch auszuschließen.




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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon drowning » 09.06.2012, 16:40

Ja, W.Kaiser: Man kann das so schlussfolgern wie Du das getan hast. Natürlich kann man die Unwahrheit sagen, schreiben und publizieren. Das ist ja gang und gäbe. Doch falls die Position eine unwahrhaftige ist und man partou auf seiten des Vatikan daran nbichts ändern will oder aus Staatsräson nicht kann, warum steht man nicht dazu und erfincdet stattdessen immer neue Geschichten wieso einem Mafioso ein vatikanisches Staatsbegräbnis gewährt wurde?

Wieso sagt man zu den Fälschungen des Vatikan(Fölsing) nicht einfach dass es Fälschungen sind anstatt sie zu leugnen, zu leugnen was längst erwiesen ist?

Wieso tragen gleichzeitig die christlichen Staaten die Inhalte von Fälschungen mit und lassen es zu, dass die Kirchen ihr Publikum belügen und betrügen?

Wieso lässt sich das deutsche und europäische, ja auch das US-amerikanische Bildungsbürgertum gefallen, dass es beständig von der evangelischen und katholischen Kirche und deren anhängenden Sekten belogen wird? Will man vermeiden, dass sich der aufrechte Gang der Menschen durchsetzt, weil damit die Unterdrückung und Ausbeutung schwerlicher möglich ist?

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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon W.Kaiser » 11.06.2012, 11:22

drowning hat geschrieben:Ja, W.Kaiser: Man kann das so schlussfolgern wie Du das getan hast. Natürlich kann man die Unwahrheit sagen, schreiben und publizieren. Das ist ja gang und gäbe. Doch falls die Position eine unwahrhaftige ist und man partou auf seiten des Vatikan daran nbichts ändern will oder aus Staatsräson nicht kann, warum steht man nicht dazu und erfincdet stattdessen immer neue Geschichten wieso einem Mafioso ein vatikanisches Staatsbegräbnis gewährt wurde?

Zu diesem Vorgang kann ich nichts sagen, da er mir völlig unbekannt ist. Schmunzelnd fällt mir ein, wäre ein Mafiosi im Vatikan begraben, so wäre das das Schlimmste nicht und würde zu Italien passen.



drowning hat geschrieben: .........., zu leugnen was längst erwiesen ist?

..........., dass die Kirchen ihr Publikum belügen und betrügen?

............Bildungsbürgertum gefallen, dass es beständig von der evangelischen und katholischen Kirche und deren anhängenden Sekten belogen wird?

Was für die einen Glaube ist, bedeutet für die andern Lüge. Für die Praxis gilt aber auch: Ein fundamentalistisches Festhalten an absoluter Wahrhaftigkeit und am absolut Guten ist für das Funktionieren der Welt ungeeignet. Darum haben wir in unseren Religionen als Gegenpol zum Guten die Figur des Teufels. Ohne ihn lässt sich unser Leben nicht erklären. Ich verweise hierzu auf ein Beispiel in unsere Literatur, auf Goethes Faust. Wer ist denn darin die zentrale Figur, die Witz, Verstand, Kreativität und die Realität der Welt hineinbringt und damit die Tragödie erst lesenswert macht? Es ist Mephistopheles, der Teufel und nicht die lahme, langweilige Figur des Faust.


drowning hat geschrieben: Will man vermeiden, dass sich der aufrechte Gang der Menschen durchsetzt, weil damit die Unterdrückung und Ausbeutung schwerlicher möglich ist?

Das ist eine interessante Frage, da unser Lebensstandard und Energieverbrauch oder der der USA für alle Menschen, mangels ausreichender Ressourcen auf dieser Erde, nicht zu realisieren ist. Oder wir selbst würden uns einschränken. Die Frage richtet sich jedoch mehr an die Politik und führt vom Thema des Threads weg.

Den aufrechten Gang, wir wünschten ihn hier sehr. Aber zum Beispiel in der Eurogruppe will man eher getragen werden. Obwohl aus unserm Schöpfungsmythos der Auftrag stammt: „Wachset und mehret euch“. Dem gegenüber steht halt die Verführung des Teufels: „Rufen um Hilfe und warten auf Rettung.“ Und wem folgt der sündige Mensch nun?



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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon drowning » 11.06.2012, 16:26

Im Prinzip, W. Kaiser, ist Dein Stil die banalen Vorgängen innerhalb des Vatikans vereinfacht zu betrachten richtig: Doch warum, wenn es eine Allerweltsgeschichte zu sein hat, dass ein Mafioso innerhalb des Vatikans beerdigt wurde, versuchte3 man das zu verschleiern? Der Vatikan hätte auch dazu stehen können und die Spende von 2 mal 50 Millionen Dollar verheimlichen dürfen!

Längst hatte der Vatikan, auch innerhalb des Christentums dazu beitragen können, die Armut zu verringern. Genügend Werte und Geld ist ja vorhanden. Man hätte, auch wenn man das geraubte Gold von den lateinamerikanischen Ureinwohnern nicht von den Kirchenwänden Roms abkratzen will, wenigstens den Befreiungstheologen die Möglichkeitgeben können, die genossenschaftlichen Entwicklungen(im Sinne des Leopold Kohr) unterstützen können.

Man hätte auch nicht die verschiedenen Beteiligungen an verwerflichen Unternehmungen zu unterlassen brauchen, sondern die reale Spendentätigkeit im christlichen Abendland nutzen können, um wenigstens innerhalb der katholischen "Hemisphäre"(Lateinamrica) den Hungertod Vieler(auch in der Gegenwart) vermeiden können.

Natürlich hätte man mit der Kritik am Turbokapitalismus nicht zu warten brauchen, bis es zu spät ist, weil die Angst der Europäer und US-Amerikaner vor dem Pleitegeier längst überhand genommen hat. Diese Disziplinierungsmethode, dass die Kirchen nunmehr wieder die Apokalypse predigen, nehmen nach wie vor zu Viele ernst.
Nun , Kaiser, wenn Du Mephisto ins Spiel bringst, quasi als Synonym für den Teufel, dann steht schon lange fest(seit der Steinzeit), dass es weder einen Teufel noch sein Pendant Gott gibt.

Damit ist doch geklärt, dass dieses duale System aus Horror und Heiligenschein in den Orkus der Abdankungsrinnen gehört.

Gegen das Wachstum von Ethik und Ästhetik hat bestimmt keiner etwas einzuwenden. Die möglichen Renaturisierungsprozesse lassen das Anwachsen des Bevölkerungswachstums zu. Die Angst vor dem Bevölkerungswachstum rührt nur diejenigen, die ihre falschen und verlogenen Versprechungen nicht einlösen können. Wer auf dem Trip des "Weiterso" mitmacht, der muss natürlich schon die gegenwärtige Größenordnung der Bevölkerungen dezimieren, weil kein natürliches Kreislaufsystem diesen Raubbau druchhält. Da die Betrügerökonomie es immer wieder fertig bringt die Menschen herein zu legen, ist das Prinzip: "Nach uns die Sintflut" federführend(Siehe Noam Chomsky "Profit over People", mit dem Untertitel "War against People"(Piper).

Solange sogar ein kleiner Staat wie der Vatikan es fertig bringt vermittels religiösen Wahn der Verbreitung der Seuche AIDS Vorschub zu leisten und die Klasse der Bildungsbürger im Westen das klaglos hinnimmt, sind wesentliche erkenntnistheoretische und praktische Lösungsmöglichkeiten verhindert. Wenn gleichzeitig die erbrechtlichen, patentrechtlichen Prozesse auf der Stelle treten und verhindern , dass bessere Lösungen zum Durchbruch kommen, dann stellt sich die Zeitfrage: Wann Verbesserungen denn möglich sein werden!

Wo sich der mit einem Hausgeistlichen ausgestattete US-Präsident hinstellt und das Recht und das Wissen durch die Brille des Glaubens betrachtet und seine Versprechen die Umwelt zu wahren nicht einhält und nicht daran denkt in Kernbereichen des rechts "mehr Demokratie zu wagen"(Brandt)ist die Frage berechtigt, ob sich der böswillige Mensch gegen die Ethik durchsetzen will.

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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon W.Kaiser » 13.06.2012, 11:58

drowning hat geschrieben:Der Vatikan hätte auch-------

Längst hatte der Vatikan, ........

Man hätte auch........

Natürlich hätte man........
Man hätte: Beeindruckend, mit welchen Vorwürfen du an den Vatikan herantrittst. Würde der jeweils auf Forderungen dieser Art eingehen, wäre bald das Gold von den Wänden unserer Gotteshäuser verschwunden. Also, höre nicht auf den Rat deiner Feinde. Und es klingt wie immer: „Andere sollen für wieder andere etwas bezahlen, denn das ist gerecht.“ Ich bin mir sicher, dass der Vatikan seine Feinde erkennt, denn unser Gold ist noch da. Skeptisch betrachte ich hingegen unsere Regierung, die wird wohl ohne Not die Zukunft des Landes an die Eurogruppe verspielen.


drowning hat geschrieben: Nun , Kaiser, wenn Du Mephisto ins Spiel bringst, quasi als Synonym für den Teufel, dann steht schon lange fest(seit der Steinzeit), dass es weder einen Teufel noch sein Pendant Gott gibt.

Damit ist doch geklärt, dass dieses duale System aus Horror und Heiligenschein in den Orkus der Abdankungsrinnen gehört.
Ich sehe wohl, da existieren unterschiedliche Vorstellungen. Goethe löste das im Faust wie folgt:
„Baccalaureus: .....
hat einer dreißig Jahr vorüber,
So ist er schon so gut wie tot.
Am besten wär’s, euch zeitig totzuschlagen.
Mephistopheles: Der Teufel hat hier weiter nichts zu sagen.
Baccalaureus: Wenn ich nicht will, so darf kein Teufel sein.
Mephistopheles (abseits):
Der Teufel stellt dir nächstens doch ein Bein.
Baccalaureus: Dies ist der Jugend edelster Beruf:
Die Welt, sie war nicht, eh ich sie erschuf!
................“


drowning hat geschrieben: Gegen das Wachstum von Ethik und Ästhetik hat bestimmt keiner etwas einzuwenden.
Worthülsen, um sie zu füllen, müssen wir doch erst einmal Bomben werfen und Kriege führen.


drowning hat geschrieben: Wer auf dem Trip des "Weiterso" mitmacht, der muss natürlich schon die gegenwärtige Größenordnung der Bevölkerungen dezimieren, weil kein natürliches Kreislaufsystem diesen Raubbau druchhält.
Das stimmt. Wir selbst dezimieren uns dabei über die geringe Geburtenrate.


drowning hat geschrieben: , ob sich der böswillige Mensch gegen die Ethik durchsetzen will.
Solch ein Kredo vom böswilligen Menschen, das scheint mir dann auch das Rechte nicht zu sein, wenn es die Seinen nicht tröstet und ernährt. Da kling unseres, „Wachset-und-mehret-euch“, schon ermunternder und es funktioniert auch erfolgreicher. Die vom Neid andauernd erzeugten Anklagen der Lüge und des Betrugs deuten darauf hin.




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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon drowning » 13.06.2012, 16:53

Du, W.Kaiser, scheinst der richtige Bombenwerfer zu sein!? bombenwerfen ist was für BLÖDE, Kaiser und nichts für Denkende. Es geht nicht um Schäden, sondern um Überzeugungen Kaiser. Und natürlich kann man mit "Hätte", wenn und aber etliche Worthülsen zum Klingen bringen, gerade da wo es um Thik und Ästhetik geht, anstatt mit Absurditäten und Dogmen zu argumentieren, deren Inhalt "Halt" sein soll, in Wahrheit aber Haltlosigkeit ist.

Das Credo zu verschleiern, mit der Wahrung unwürgiger Geheimnisse eine Organisation am Leben zu erhalten, deren Sinnlosigkeit sich ja nicht nur in Ritualen, Liturgien und Sprechblasen besteht, sondern im Verbrechen, ohne Skrupel, mit hemmungsloser Dreistigkeit im Namen eines Gottes als Verbündeten begangen und im Bündnis mit der Macht von Staaten, deren Lenker selten genau wissen, welchen obskuren Mächten sie auf den Leim gehen.

Dahinter, neben den üblichen Ängsten, dies konstatieren zu müssen und mnit der Aufgabe der Religion nicht zu wisseen wohin mit ihr und was an ihre Stelle tritt, welche Lücke entsteht und wie sie auszufüllen sei, stecken auch die üblichen Abhängigkeiten die viele übersehen lassen, dass die in der Antike geschaffenen Muster aus Himmel und Hölle nicht mehr stimmen und ins Wanken geraten sind.

Mehr noch die Tatsache, dass es seit 2009 gelungen ist, die Schöpfungsmythen und die Schöpfungslehren zu widerlegen, was vielen doch glatt entgangen ist und außerdem, der leibliche Vatewr des Jesus von Bethlehem bekannt wurde, von dem man behauptet hat, dass ihn Gott vermittels der "unbefleckten Empfängnis gezeugt hätte.

Selbst das banale, die Lüge im Alltag bei der Visite im deutschen Parlament, rethorisch geschmückt mit eingehenden Sprechblasen, wie der Ohrwurm, die dem Papst so "einfach" von der Zunge kam und zu der ihm dieser Teil des deutschen Bildungsbürgertums, bedauerlicherweise, auch noch applaudierte. Die Wahrheit setzt sich eher evolutionär durch. Sie ist nicht der Paukenschlag , der Eklat,oder das Schlöagzeioenritual, mit dem sie so gerne überdeckt wird.

Insofern ist das "Hätte" genau das, was der Vatikan ja nicht getan hat, nämlich die Schuld, wenigstens z.T. zu bekennen, damit nicht die Schuldenlast, alles , nicht nur den Vatikan, zusammenpresst, worunter zuletzt ja nicht die jenigen leiden, die diese Schuld begangen haben, der Klerus, sondern vielleicht wieder nur die Millionen kleinen Katholiken, die ja die Geschichte in einem großen Teil der Welt mitbestimmen(im Westen).

Darum hast Du das "Hätte" W. Kaiser, als Aufhänger genutzt, unüberlegt zwar, um zu bezweifeln, dass es Alternativen für die Geisteshaltung des Klerus gab und gibt. Da müsste man halt' noch mal drüber nachdenken Kaiser.

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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon W.Kaiser » 16.06.2012, 20:33

drowning hat geschrieben: Du, W.Kaiser, scheinst der richtige Bombenwerfer zu sein!? bombenwerfen ist was für BLÖDE, Kaiser und nichts für Denkende.
Um Gottes Willen, wo bin ich denn jetzt hineingeraten? Ich bezog mich auf die letzten fünftausend Jahre unserer Kulturgeschichte, beginnend mit dem Gilgamesh-Epos. „Bombenwerfen“ war und ist ein Werkzeug unser sozialen Evolution oder nicht? Aber fünftausend Jahre Blödheit scheinen nun mit der Ausrufung des Dogmas von der Gutigkeit, dem Think und der Ästhetik durch dich, beendet zu sein. Soll ich dazu wieder was aus dem Faust reinkopieren? Hast du schon Jünger, die dir folgen? Können die sich selbst ernähren oder muss wieder ich das übernehmen, was doch sicher gerecht wäre?


drowning hat geschrieben: Es geht nicht um Schäden, sondern um Überzeugungen Kaiser.
Rein handwerklich, dann überzeuge, klage nicht an und mach keine falschen Versprechungen. Mit einer Grundschulethik und wehe die Kinder sprechen das nicht nach, kommen wir nicht durch die Jahrhunderte.



drowning hat geschrieben: ....welchen obskuren Mächten sie auf den Leim gehen.
Dieser Eindruck beschleicht mich, wenn ich gerade erlebe mit welchen Argumenten du um dich wirfst. Entfliehe deiner orientierungslosen heidnischen Welt und lass dich taufen, dann kannst du Mitglied einer funktionierenden Wertegemeinschaft werden.

Damit es jetzt nicht so nach Werbung aussieht, du kannst auch mit Mitglied bei den Moslems werden. Die haben ebenfalls gute Werte, nur bei denen könntest du dir ein solches Herumnörgeln nicht leisten. Erzähle denen mal etwas von satanischen Versen, sie zögen dir schnell das Fell über die Ohren. Aber auch beim Islam wärest du von der Straße des Irrtums weg und auf seriösen Pfaden.



drowning hat geschrieben: Mehr noch die Tatsache, dass es seit 2009 gelungen ist, die Schöpfungsmythen und die Schöpfungslehren zu widerlegen, was vielen doch glatt entgangen ist
Stimmen etwa die sieben Tage als Zeitraum für die Erschaffung der Welt nicht?



drowning hat geschrieben: und außerdem, der leibliche Vatewr des Jesus von Bethlehem bekannt wurde, von dem man behauptet hat, dass ihn Gott vermittels der "unbefleckten Empfängnis gezeugt hätte.
Ich kenne diesen Herrn Pantera nicht, den du mir jetzt erneut verkaufen willst und mit dem du durch die Foren tingelst. Wäre er bedeutend, so wüsste ich von ihm.

Die Neugierde treibt mich zum Fragen, wo hast du denn deine Behauptungen immer her? Hast du dazu Zugriff auf eine spezielle Datenbank? Welcher ist dein Gewinn, wenn du hier die katholische Kirche schlecht machst? Erhältst du Geld dafür oder spähst du auf Belohnung im Jenseits nach deinem Tod.



drowning hat geschrieben: Insofern ist das "Hätte" genau das, was der Vatikan ja nicht getan hat, nämlich die Schuld, wenigstens z.T. zu bekennen, damit nicht die Schuldenlast, alles , nicht nur den Vatikan, zusammenpresst,
Ich höre dich da schon klingeln. So fängt es immer an: „die Schuld, wenigstens z.T. zu bekennen,“ und danach noch einen Teil und noch einen Teil und nochmals Geld und und und. Der Rat des Feindes ist in der Regel ein schlechter.




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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon drowning » 16.06.2012, 23:44

Nun, W. Kaiser - eine evolutionäre Entwicklung Deine 5000 Jahre alte Geschichte, die, um Dich auf den wichtigen Umstand hinzuweisen, dass diese Geschichte schon mindestens 50 000 Jahre her ist(wahrscheinlich 250 000 Jahre weenn man die neusten Berichte in "Science und nature" ernst nimmt). Da wir aber nicht alles wissen können, weil die Evolution nicht abgeschlossen ist gehe ich davon aus, dass diese Evolution selbst " heidnisch " zu sein hat, heidnisch war und solange sie evolutioniert auch sein wird. (In Spanien wurden gerade über 40 000 Jahre alte Wandmalereien entdeckt)

Deine Idee mich taufen zu lassen, wo ich doch schon als "geborener Muslim" alle möglichen Riten über mich ergehen lassen musste, ist mindestens sonderbar, aber Du kannst es ja versuchen mich vom Monotheismus zu überzeugen, den ich, trotz aller Widerstände hinter mir gelassen habe und dadurch eine wunderbare Befreiung von aller möglichen Heuchelei erleben durfte.

Ob Du die Fähigkeit besitzt, meine Welt als einer ortientierungslose zu bezeichnen, nachdem Du Dich schon als möglicher Bombenwerfer geoutet hast, ist anmaßend, scheint aber typisch für Dich zu sein, wenn das Argumentationshäuflein zu versiegen beginnt. MIndestens was die Wertegemeinschaft angeht sieht man ja, wohin der Monotheismus aller Schattierungen führt, nämlich zu allen möglichen Bewegungen hin zu Verbrechensleistungen die beim simplen Betrug mit falschen gebeinen oder blutweinenden Madonnen anfangen, bis zum Raub, Mord und Völkermord führen , was so ausführlich durch den Theologen und Philosophen Karlheinz Deschner in seiner bisher 9-bändigen "Kriminalgeschichte des Christentums" fein säuberlich belegt, nachgewiesen wurde. Dass der Islam dieselben Verbrechen begangen hat und der Zionismus im Begriff ist diese Verbrechen zu begehen, zeigt, dass der von Dogmen befreite Mensch doch eher zu denen zählt, zu denen ich mich zurechne -, und bin damit sehr gut bedient!

Irische Katholiken haben das "Hätte" sehr gut ausgedeutet. Nachdem der Schock, dass die katholische Geistlichkeit(auch Nonnen) alle Arten von Missbrauch über Jahrhunderte gegen die Iren, vor allem Kinder,verdaut war, die These vertreten wird, dass besser den alten Eire-Naturreligionen nachzuhängen wäre. Ich pwersönlich sähe das als Fortschritt, auch was die Werte angeht, denn die der Natur, werden durch niemanden mehr verletzt, als durch die christliche und islamische Welt, wo es schließlich und endlich immer um Ausbeutung geht, des Menschen und der Natur!

Sollte dein Weg jener sein, eine Wertegemeinschaft nur im religiösen Gespinst von Anmaßung und Doppelbödigkeit zu sein, dann verstehe ich Deine crude Position. Leider ist es so: religiöse Menschen kann man nicht überzeugen, denn sie glauben ja schon im Besitz der allein selig machenden Wahrheit oder dem Paradies nahe zu sein.

Es geht ja in diesem Zusammenhang nicht um den Rat des Feindes, wie Du schreibst, sondern darum den Feind zu kennen. Man kann ja auch nicht die BILD-Zeitung kritisieren ohne sie je gelesen zu haben. Daher rate ich Dir mal in die Archive zu gehen. Mal Bistumsblättchen aus den vergangenen Jahrhunderten zu lesen. Man muss ja nicht zurückgehen bis zum Hexenhammer-Cramer. Es genügend die Blättchen aus den 50er Jahren bis in die Mitte 70er Jahre. Am besten man greift sich ein Thema heraus, beispielsweise den Exorzismus.

Beim Islam, der ja noch weit rückständiger ist als das Christentum braucht man sich ja im Internet nur die über 7000 Hass Websides aufzuschlüsseln um zu sehen, welcher Wahn dem Monotheismus innewohnt.

Aber man kann auch darüber informiert sein, was die Hardliner unter den Zionisten in Israel treiben, die sich beileibe nicht nur durch rechtswidrige Siedlungspolitik offenbart, sondern bereits ganz offen die israelische Gesellschaft und deren Presse- und Meinungsfreiheit angreift. Religion, die Völker von innen heraus zerstört, egal ob es sich um Ägypten oder Mexico handelt. Ob da bei Dir was klingelt sollte mich schon sehr wundern.

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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon drowning » 17.06.2012, 11:03

Apropos:

Wer außerdem die Lektüre des Ibn Warraq(Pseudonym)mit dem Titel "Warum ich kein Moslem bin"(Matthes & Seitz/Berlin 2003)der weiß, dass der Islam die gleichen Fehler begeht wie das Christentum, wo kein Tag vergeht,in dem nicht Konflikte in Form von Kriegen , Bürgerkriegen, Folter stattfindet. Noch heute sind beide monotheistischen Religionen in diesem Teufelskreis der Dämoniseirungen Andersdenkendeer befangen.

Gianluigi Nuzzi veröffentlichte ja die innervatikanische Korrespondenz auch aus diesen Gründen, wo jedem klar wird, wie mit Dämonisierrungen gerechtfertigt und agiert wird. Der Islam ist keinen Deut' anders. Das sind keine Werte. Alles was auf der Grundlage von widerrechtlicher Aneignung an Vermögen passiert, ohne jeden Ansatz den Eigentümern das Gestohlene zurückzugeben, kann nicht als Wertesystem geachtet werden.

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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon W.Kaiser » 26.06.2012, 20:06

Apropos too:
- Heidenkreise und Abtrünnige behaupten, Gläubige wären dumm.
- Gläubige sprechen diesen das stabile Wertesystem ab.
- Gläubige zeihen Andersgläubige des Irrglaubens.


drowning hat geschrieben: Apropos:

Wer außerdem die Lektüre des Ibn Warraq(Pseudonym)mit dem Titel "Warum ich kein Moslem bin"(Matthes & Seitz/Berlin 2003)der weiß, dass der Islam die gleichen Fehler begeht wie das Christentum, wo kein Tag vergeht,in dem nicht Konflikte in Form von Kriegen , Bürgerkriegen, Folter stattfindet. Noch heute sind beide monotheistischen Religionen in diesem Teufelskreis der Dämoniseirungen Andersdenkendeer befangen.
Auch den Herrn Ibn Warraq und sein Buch kenne ich nicht, ebenso nicht jenen, der sein Werk „Warum ich kein Christ bin“ nennt. Solche „Aufklärer“ wird es viele geben; damit ist offensichtlich Geld zu verdienen. Man muss die nicht kennen. In der Regel werden über die Jahrhunderte hinweg gesammelte Ungereimtheiten aufgelistet, mit denen man glaubt, die Verwaltung solch einer Weltreligion schlechtmachen zu können.

Ja mei.

Das osmanische Reich existierte von 1300 bis 1900 und wurde über den Islam und die Scharia gesteuert. Und für andere Weltreligionen lassen sich ähnliche Erfolge anführen. Daraus resultiert mein Argument: Religionen funktionieren. Da steht dann so ein Aufklärerlein schon dünn da, wenn es behauptet, die taugten nichts. Wie lange funktionierte der Kommunismus? Wie lange werden EU oder unsere Staatsschuldendemokratien funktionieren? Man überlege sich einmal die Relationen.



drowning hat geschrieben: Gianluigi Nuzzi veröffentlichte ja die innervatikanische Korrespondenz auch aus diesen Gründen, wo jedem klar wird, wie mit Dämonisierrungen gerechtfertigt und agiert wird. Der Islam ist keinen Deut' anders. Das sind keine Werte.
Mittelalter: Im Faust kommen Erdgeist, Teufel und Hexen vor und die Magie gilt als höchste Wissenschaft, die sogar einen Homunkulus hervorbringt.

Heute: Im Duden steht, verkürzt, Dämon: „göttliches Wesen; Schicksal, Verhängnis.“

Wer macht denn den Menschen böswillig, so dass du frägst, „ob sich der böswillige Mensch gegen die Ethik durchsetzen will.“

Die Reichen, in wie vielen Köpfen dämonisiert sie der Neid? Hast du in Foren die Wörter Arbeit, Erfolg, Fleiß jemals schon in positivem Zusammenhang gelesen?

Bilder rund um die Geschlechtsteile in der BILD anschauen, ja, das wollen wir. Jene zu dem Zweck zu verwenden, für den die Evolution sie herausgefiltert hat, daran sparen wir. Wie geht denn die Evolution mit dem BILD-Sex um. Wer überhaupt ist diese Frau Evolution?

Dämonisierung, ja, die betreiben wir heute auch. Man muss den Begriff nur anpassen und weit genug fassen.




drowning hat geschrieben: Alles was auf der Grundlage von widerrechtlicher Aneignung an Vermögen passiert, ohne jeden Ansatz den Eigentümern das Gestohlene zurückzugeben, kann nicht als Wertesystem geachtet werden.
Du spricht mir aus der Seele, wenn ich daran denke was mit unserem Vermögen in der Eurogruppe passieren wird, entgegen Vertrag, Geist, Absprache und Ankündigung.


Jedoch zurück zum Hass auf die Religionen. Er wird wohl ähnlich wie der Vater-Sohn-Konflikt entstehen. Werte, Disziplin, Überwachung, Dreinreden, Demut, des is nix für uns kleine Götter und nochmals: „Wenn ich nicht will, so kann kein Teufel sein.“


Die Methode, sich aus den Jahrhunderten der Existenz einer Religion Ereignisse zusammenzusuchen, die gegen diese Religion zu sprechen scheinen, führt am Ablauf der Welt vorbei. In ihr durchlaufen wir innerhalb solcher Zeiträume mehrfach Zyklen von Krieg und anschließender Versöhnung. Also, nicht das Zusammensuchen und Nachtragen, sondern das Vergeben und neu Beginnen sind tragende Bestandteile im Mechanismus, der die Welt am Laufen hält. Das sind Werte.


Woraus schöpfen denn unsere Heiden und Abtrünnigen ihre Werte, indem man in ein Naturrecht hineindichtet, was die anderen herauslesen sollen? Gerecht ist, was gerade nützt und genau dies verspricht die Politik, wenn sie unsere Wählerstimme will. Wären nach diesem Naturrecht die Wohlstandsstaatsschulden Sünde, weil wir deren Tilgung unseren noch ungeborenen Nachkommen aufbürden? Fehlt uns da nur noch ein Unrechtsbewusstsein oder haben die wahren Naturen eine Tilgung gar nicht vorgesehen? Was sind jetzt da Werte, der Euro, das Erarbeiten, das Ausleihen, das Zurückzahlen? Dazu gäbe es noch einen Wert, bei dem einem viele um den Hals fallen würden.



Mit freundlichen Grüßen


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Re: Paolo Gabriele ein Verräter?

Beitragvon drowning » 27.06.2012, 13:14

Die Anstiftung zum Hass allgemein ist religiösen Ursprungs. Verteufelt wurde immer der jeweils Andersgläubige. Schon Sigmund Freud hat den religiösen Charakter geklärt, dem wäre nur hinzuzufügen, dass die religiöse Konkurrenz "Böses" entstehen lässt. Ganz besonders Böse sind die Fanatiker wie beispielsweise der Dominikaner Sprenger, der Geistliche Heinrich Cramer, die den Hexenhammer verfassten, wodurch vor allem arme Menschen, vorwiegend Frauen als Hexen diffamiert und dämonisiert wurden.

Die Dämonisierungen die von katholischen Geistlichen ausgingen, später auch von den Protestanten(Luther selbst hat noch eigenhändig Hand an die Lunte gelegt um Scheiterhaufen anzuzünden), gingen so weit, dass man die Verbreitung von Krankheiten(Pest)Andersgläubigen und Andersdenkenden andichtete.
Heute ist im Islam die Dämonisierung von Andersgläubigen eine weit verbreitete Praxis und die Zionisten in Israel wollen ja schon wieder die archaiischen Verhältnisse aus vorchristlicher Zeit zum Leben erwecken.

Wer nicht ganz ignorant ist, der erkennt, dass genau dort, wo die Fahne des Monotheismus am höchsten erhoben werden, Verbrechen geschehen, die bis zu Konflikten in Bürgerkriegen und Kriegen führen. Was für Europa auch noch nicht gänzlich unbekannt ist, wen n man sich das zerbrechliche Zusammenleben von Katholiken und Protestanten ansieht.

Natürlich ist von all diesen Misshelligkeiten nicht der Glaube an Gott an sich schuld oder schlecht, sondern wenn sich Kreise wie der Klerus oder der Wahabiten und Aschuristen des Glaubens bemächtigen und das Ressentiment generell schüren.

Auf welcher Basis funktioniert Religion wie der Monotheismus: auf Angst und Gewalt. Die meisten Muslime und Christen sind zwangschristianisiert oder zwangsislamisiert. Der freie Wille von Geburt an selbst zu entscheiden ob ein Individuum dieser oder jener Religion angehört existiert ja nicht. Die Anmaßung des Monotheismus ist sprichwörtlich damit verbunden, dass man sich im Bündnis mit einer Allmacht sieht und daraus alle Rechtfertigung für religiöse Gewaltausübung bezogen wird. Schließlich weiß man ja, dass alle die sich in der christlichen Welt als fanatische Diktatoren gerierten christliche Erziehung genosssen hatten. Nicht nur Hitler, Mussolini oder Franco, sondern auch Dschugaschwilli und Castro, alle lateinamerikanischen Diktatoren und der Vatikan verdankt dem Faschisten Mussolini sein Staatsgebiet. Allesamt Kriegstreiber und Bürgerkriegstreiber.
Das gilt ja nicht nur für die jüngere Geschichte desd 20. Jahrhunderts, sondern auch für die frühen katholischen Kaisere Konstantin und Justinian,wobei der letztere (529 n.Chr.sogar die höchste Kultur der Spätantike, die platonischen Schulen und Akademien zerstörte.

Im 19. Jahrhundert stahlen katholische Geistliche noch jüdische Kinder(der Name Edgardo Mortara steht für diese Untaten), um sie im Vatikan zu Christen umzuerziehen. Aller Antisemitismus ging vom Katholizismus aus. Die oktroyierten Lügen wie die Jungfrauengeburt oder die Aiferstehung von den Toten ist christliches Gesinnungswerk, wie die Verbreitung von Seuchen die durch das Verbot von Condomen noch heute frotgeführt wird und das Bildungsbürgertum wie geblendet von der angeblichen Wertegemeinschaft des Christentums seine Empörung im kleinen Kämmerlein verschließt.

Dabei sind alle Werte, auf denen der Islam, das Judentum und das Christentum lange vor dem Monotheismus vorhanden gewesen, selbst die Gebote, die Kultur, die Wissenschaft, der Spiritualismus und alles was darinnen ist, bevor Mose von dem sich hinter einem qualmend - brennenden Dornbusch versteckenden Gott die Gebote empfing. Ja das nicht stehlen , lügen und töten haben schon die Vorsokratiker abgehandelt, als man in Palästina noch durchweg analphabetisch war.

Tatsächlich ist, wenn man von Dämonen spricht einer wie Papst Alexander VI. durchaus einer von Ihnen. Die anderen Päpste, die sich bis zu 60 000 Sklaven hielten, die gezeugten Kinder hinter der Engelsburg verscharrten, währen die kleinen Geistlichen wegen Vergehen durch Fleischeslust schon mal mit den Folterbänken im Vatikan Bekanntschaft machten. Man muss nicht Hass gegen Religionen über. Der Hass ist in ihnen angelegt und er drückt sich auch in den jeweiligen Verbotssystemen und Weltfremdheit aus. Bezeichnend dabei ist, dass der viel zitierte Augustinus ein Palgiator war(der Guttenberg der Spätantike) selber als Kriegstreiber(Donatisten) auftrat, über die Liebe schrieb und kleine Mädchen schändete, die Keuschheit(quasi vorzölibatärr anmahnte, aber bei den Nutten jener Zeit gut bekannt war.

Dass nun heute wieder Ähnliches in schwerwiegender Weise an den Tag kommt, wo ganze Länder(wie Belgien, Irland die USA und Spanien geschockt sind, wozu gerade die vertreter des Monotheismus fähig sind, zeigt, dass sich die Religionen diesbezüglich nicht gewandelt haben. So hat der Iran das Volljährigkeitsalter der Mädchen von 18 auf 9 (in Worten neun) Jahre herabgesetzt, weil ja der Prophet Móhammed, mit der 9-Jährigen Ayshe den Beischlaf vollzog. Was dem Prophet damals recht war, sollte den heutigen muslimischen Männern doch billig sein!

Und hat jemand bei der UNO, bei UNICEF, bei den Kirchen, in den Moscheen oder Synagogen jemals jemand über den Aufschrei ´einer Empörung gehört?

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